Sicherheit steht auf der Speisekarte: Brandschutz in Gaststätten und Bars
- ALFA Fire
- vor 4 Stunden
- 3 Min. Lesezeit
Ein Beitrag von Ihrem Experten-Team bei ALFA FFS Brandschutz
In der Gastronomie geht es heiß her. In der Küche wird gebraten und frittiert, an der Bar werden flambierte Drinks serviert, und im Gastraum sorgen Kerzen für Ambiente. Doch genau diese Mischung aus Hitze, Hektik, leicht entzündlichen Materialien und vielen Menschen auf engem Raum macht Gaststätten und Bars zu einem der risikoreichsten Orte für Brände.

Ein Feuer gefährdet nicht nur Ihre Existenz als Gastronom, sondern im schlimmsten Fall das Leben Ihrer Gäste und Mitarbeiter. In diesem Artikel beleuchten wir die kritischen Brandursachen und zeigen auf, welche Maßnahmenunverzichtbar sind.
Warum brennt es in der Gastronomie so oft? Die Hauptfaktoren
Um Brände zu verhindern, muss man wissen, wo sie entstehen. Die Gefahrenquellen in der Gastronomie sind vielfältig, lassen sich aber meist auf drei Bereiche eingrenzen.
1. Die Küche: Das Herzstück der Gefahr
Über 70 % aller Brände in der Gastronomie nehmen ihren Ursprung in der Küche.
Fettbrände: Das ist der Klassiker. Überhitztes Öl in Fritteusen oder Pfannen entzündet sich selbst (ab ca. 350°C).
Verschmutzte Abluftanlagen: Fettablagerungen in den Dunstabzugshauben und Lüftungskanälen wirken wie eine Zündschnur. Ein kleiner Flammenüberschlag vom Herd reicht aus, um das Fett im Kanalsystem zu entzünden. Ein solcher Brand breitet sich rasend schnell durch das gesamte Gebäude aus.
Defekte Elektrogeräte: Veraltete Küchengeräte, defekte Kabel oder überlastete Steckdosenleisten sind häufige Auslöser.
2. Der Gastraum und die Bar
Auch außerhalb der Küche lauern Gefahren:
Dekoration: Leicht entzündliche Deko-Materialien (Papier, Stoffe), die zu nah an Kerzen oder heißen Lampen platziert sind.
Unachtsamkeit: Zigarettenreste in Mülleimern (im Außenbereich oder illegalerweise innen) oder Kerzen, die unbeaufsichtigt brennen.
Elektrik an der Bar: Überhitzte Kühlaggregate, Kaffeemaschinen oder Musikanlagen, die oft 24/7 am Stromnetz hängen.
3. Lager und Müllbereiche
Oft unterschätzt: Kartonagen, Verpackungsmaterial und Speiseöle, die unsachgemäß gelagert werden, bieten im Brandfall enorme Brandlasten.

Lebenswichtige Maßnahmen: Technisch, Baulich und Organisatorisch
Brandschutz ist kein einmaliges Projekt, sondern ein dauerhafter Prozess. Wir bei ALFA FFS unterteilen die Maßnahmen in drei Kategorien.
1. Technische Maßnahmen
Die richtige Ausrüstung entscheidet über die ersten Sekunden.
Geeignete Feuerlöscher: In der Küche sind normale Wasser- oder Pulverlöscher oft nutzlos oder sogar gefährlich. Für Fettbrände sind zwingend Fettbrandlöscher (Brandklasse F) vorgeschrieben. Im Gastraum sollten Schaumlöscher bereitstehen.
Automatische Löschanlagen: Für Fritteusen und Kochgeräte sind stationäre Löschanlagen (z.B. Ansul-Systeme) oft die beste Versicherung. Sie lösen bei Überhitzung automatisch aus.
Rauchwarnmelder & Brandmeldeanlagen: Diese sind essenziell, um einen Brand frühzeitig zu erkennen, besonders wenn das Restaurant geschlossen ist.
Wichtiger Hinweis: Löschen Sie einen Fettbrand niemals mit Wasser! Das Wasser verdampft schlagartig (1 Liter Wasser = 1700 Liter Wasserdampf) und reißt das brennende Fett mit sich – es kommt zur verheerenden Fettexplosion.
2. Bauliche Maßnahmen
Hier geht es darum, die Ausbreitung von Feuer und Rauch zu verhindern und die Flucht zu ermöglichen.
Flucht- und Rettungswege: Diese müssen jederzeit frei, unversperrt und gut beleuchtet sein (Sicherheitsbeleuchtung). Keine Getränkekisten im Flur!
Brandschutztüren: Türen zwischen Küche und Gastraum sollten in der Regel feuerhemmend sein und dürfen niemals mit Keilen offen gehalten werden (es sei denn, sie haben eine Feststellanlage, die im Brandfall automatisch schließt).
3. Organisatorische Maßnahmen
Die beste Technik nützt nichts, wenn der Mensch versagt.
Regelmäßige Reinigung: Die professionelle Reinigung der Abluftanlage und der Filter ist der wichtigste Schutz vor einer Brandausbreitung durch die Lüftung.
Unterweisung der Mitarbeiter: Weiß Ihr Koch, wo der Feuerlöscher hängt? Wissen die Kellner, wie sie Gäste evakuieren? Jährliche Brandschutzunterweisungen sind Pflicht.
Wartung: Feuerlöscher, Rauchmelder und elektrische Anlagen müssen regelmäßig von Fachfirmen (wie ALFA FFS) geprüft werden.
Fazit: Vorbeugen ist besser als neu bauen
Ein Brand in der Gastronomie zerstört nicht nur Inventar, er zerstört Träume und Lebensgrundlagen. Die Investition in professionellen Brandschutz ist im Vergleich zu einem möglichen Schaden minimal.
Sorgen Sie dafür, dass bei Ihnen nur das Essen heiß ist – und nicht die Einrichtung.
Wie ALFA FFS Brandschutz Sie unterstützen kann
Wir kennen die spezifischen Anforderungen der Gastronomie genau. Unsere Leistungen für Sie:
Gefährdungsbeurteilung: Wir analysieren Ihre Küche und Gasträume auf Schwachstellen.
Wartung & Instandhaltung: Wir prüfen Ihre Feuerlöscher, RWA-Anlagen und Brandschutztüren.
Möchten Sie sichergehen, dass Ihr Restaurant brandschutztechnisch auf dem neuesten Stand ist?











Kommentare